Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit
Die arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (aJusa) ist ein in § 13 SGB VIII verankertes Handlungsfeld der Kinder- und Jugendhilfe. Sie unterstützt junge Menschen bis 27 Jahre, die am Übergang von der Schule zu Ausbildung und Beruf sozialpädagogische Unterstützung benötigen, etwa aufgrund persönlicher, sozialer, schulischer oder gesundheitlicher Herausforderungen.
Termine
- 29.10.2026, Landesarbeitskreis Jugendberufshilfe (in Kooperation mit KVJS)
- 15.04.2027, Fachtag Übergang Schule Beruf
- 01.–02.07.2027, Forum Übergang Schule Beruf
Kontaktdaten
- Bildungsreferentin: Sophia Bruck, bruck@lag-jugendsozialarbeit-bw.de, Tel.: 0711 1656 476
- Handlungsfeldverantwortliches Vorstandsmitglied: Dr. Michael Körner (Der PARITÄTISCHE), koerner@paritaet-bw.de, Tel.: 0711 2155 174

Ziel der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit ist es, junge Menschen in ihrer Persönlichkeitsentwicklung zu stärken, berufliche Perspektiven zu entwickeln und sie auf ihrem Weg in Ausbildung und Arbeit zu begleiten. Dabei geht es auch darum, Ausbildungsabbrüche zu vermeiden und die erfolgreiche Integration in das Berufsleben zu ermöglichen.
Zu den Angeboten gehören Berufsorientierung, individuelle Beratung, Übergangsbegleitung, Ausbildungsvorbereitung, Unterstützung während der Ausbildung sowie Hilfen beim Einstieg ins Berufsleben. Neben der beruflichen Förderung stehen auch persönliche und soziale Themen im Fokus, beispielsweise Bewerbungstraining, Unterstützung bei Behördenangelegenheiten, Wohnungssuche oder die Vermittlung an weiterführende Beratungsangebote.
Die arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit nach SGB VIII wird ebenfalls von den Sozialgesetzbüchern II (Grundsicherung für Arbeitssuchende) und III (Arbeitsförderung) tangiert.
Arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg
Der Übergang von der Schule in Ausbildung und Beruf gelingt nicht allen jungen Menschen ohne Unterstützung. In Baden-Württemberg ist die Förderung an diesem Übergang gesetzlich in § 24 LKJHG verankert.
Die aktuellen Erhebungsdaten der Agentur für Arbeit für das Berichtsjahr 2024/2025 zeigen: von den 53.781 ausbildungsinteressierten jungen Menschen in Baden-Württemberg nahmen 45 % eine Ausbildung auf. 7 % wechselten ohne Berufsabschluss direkt in eine Erwerbstätigkeit, weitere 21 % verblieben im Schulsystem. Mehr als 5 % der jungen Menschen blieben unversorgt, und bei nahezu 12 % war der weitere Verbleib unbekannt.
Damit gelang es mehr als jedem sechsten ausbildungsinteressierten jungen Menschen nicht, in Ausbildung oder Beschäftigung einzumünden, gleichzeitig hatten viele der jungen Menschen keinen Schulabschluss. Für sie besteht ein erhöhtes Risiko, dauerhaft von Ausbildung, Beschäftigung und gesellschaftlicher Teilhabe ausgeschlossen zu sein.
Hier übernimmt die arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit (aJusa) eine zentrale gesellschaftliche Aufgabe: sie erreicht junge Menschen vor Ort, schafft individuelle Zugänge zu Bildung und Beruf und begleitet sie bei persönlichen und sozialen Herausforderungen. Chancen werden eröffnet, Teilhabe ermöglicht und junge Menschen auf ihrem Weg in eine selbstbestimmte berufliche Zukunft gestärkt.
Unsere Kooperationen
- KVJS Landesjugendamt
- Ministerium für Soziales, Arbeit und Gesundheit Baden-Württemberg
- Anlassbezogene Kooperationen
Unsere politische Arbeit
- Konzeptpapier der arbeitsweltbezogenen Jugendsozialarbeit der LAG JSA
- Handlungsleitlinien zur strukturellen Verankerung arbeitsweltbezogener Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg
- Fachliche Standards für die arbeitsweltbezogene Jugendsozialarbeit in Baden-Württemberg