Jugend- und Azubiwohnen
Das sozialpädagogisch begleitete Jugend- und Azubiwohnen ist ein Angebot der Jugendsozialarbeit und nach § 13 Abs. 3 SGB VIII gesetzlich verankert. Es richtet sich an junge Menschen bis 27 Jahre, die aufgrund ihrer schulischen oder beruflichen Ausbildung, ihrer beruflichen Eingliederung oder aufgrund besonderer persönlicher Lebenslagen vorübergehend an einem anderen Wohnort leben.
Termine
- 12.11.2026, Fachtagung Jugendwohnen (in Kooperation mit KVJS)
Kontaktdaten
- Bildungsreferentin: Sophia Bruck, bruck@lag-jugendsozialarbeit-bw.de, Tel.: 0711 1656 476
- Handlungsfeldverantwortliches Vorstandsmitglied: Dr. Markus Mayer (Caritasverband für die Erzdiözese Freiburg e.V.), mayer@caritas-dicv-fr.de, Tel.: 0761 8974 376

Jugend- und Azubiwohnheime schaffen dabei weit mehr als bezahlbaren Wohnraum in der Nähe von Ausbildungs- oder Schulstandorten. Die Einrichtungen bieten jungen Menschen ein Zuhause auf Zeit, Gemeinschaft mit Gleichaltrigen und Unterstützung bei Ausbildung, Schule und Alltag. Je nach individuellem Bedarf steht ihnen zudem sozialpädagogische Begleitung zur Seite, beispielsweise bei Fragen rund um Ausbildung und Schule, bei der Verselbstständigung oder in persönlichen- und sozialen Situationen.
Insgesamt steigen die Chancen auf einen erfolgreichen Ausbildungsabschluss, die jungen Menschen werden durch die Mobilität und die freie Wahl des Bildungs- und Berufswegs gestärkt. Gleichzeitig profitieren Ausbildungsbetriebe, da sie ihren Bewerberkreis erweitern und Ausbildungsplätze auch in Regionen mit geringem Wohnraumangebot besetzen können.
Jugend- und Azubiwohnen in Baden-Württemberg
Baden-Württemberg ist geprägt von einer vielfältigen Wirtschaftsstruktur und einer großen Zahl an Ausbildungsbetrieben. Gleichzeitig unterscheiden sich die Regionen Baden-Württembergs deutlich: Ausbildungsplätze und Bildungseinrichtungen befinden sich nicht immer dort, wo junge Menschen wohnen. In wirtschaftlich starken Regionen kann zudem die Suche nach bezahlbarem Wohnraum eine zusätzliche Hürde für den Antritt einer Ausbildung darstellen.
Jugend- und Azubiwohnen schafft hier eine wichtige Verbindung zwischen Wohnraum, Ausbildung und Fachkräftesicherung. Es ermöglicht jungen Menschen, Ausbildungs- und Bildungsangebote auch in anderen Regionen wahrzunehmen, ohne dass sie pendeln müssen oder ein fehlendes bzw. zu teures Wohnangebot zum Ausschlusskriterium wird.
Damit wird Jugend- und Azubiwohnen auch zu einem Standortfaktor. Es unterstützt Ausbildungsbetriebe dabei, ihren potenziellen Bewerberkreis zu erweitern, und trägt dazu bei, dass vorhandene Ausbildungsplätze mit jungen Menschen aus unterschiedlichen Regionen besetzt werden können. Gleichzeitig stärkt es die berufliche Mobilität junger Menschen und eröffnet ihnen unabhängig von ihrem bisherigen Wohnort mehr Möglichkeiten für ihren selbstbestimmten Bildungs- und Berufsweg.
Jugend- und Azubiwohnheime stellen damit einen Baustein für ein Baden-Württemberg dar, in dem Ausbildung nicht an der Wohnraumsituation scheitert und Unternehmen Zugang zu den Nachwuchskräften erhalten, die sie für ihre Zukunft brauchen. Im Trägerzusammenschluss der Landesarbeitsgemeinschaft Jugendsozialarbeit werden etwa 50 Jugend- und Azubiwohnheime mit insgesamt knapp 3.500 Betten verteilt über Baden-Württemberg vertreten.
Unsere Kooperationen
- Auswärts Zuhause
- KVJS Landesjugendamt
- Ministerium für Wirtschaft, Handwerk und Tourismus Baden-Württemberg
- Kooperationen zu verschiedenen Handwerksverbänden und Innungen
- Anlassbezogene Kooperationen
Unsere politische Arbeit
- Mitarbeit an der VwV Blockschulzuschuss im Ministerium für Kultus Baden-Württemberg
- Veröffentlichung Jugendwohnen in Baden-Württemberg 2024
- Veröffentlichung Jugendwohnen in Baden-Württemberg 2023